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Sing Halleluja! - Rund um den Lukas-Turm

Jubiläumsfest September 2007
Jubiläumsfest September 2007

Fünfzig Jahre Lukaskirche: Mit einem großen schönen Fest hat unsere Gemeinde den 50. Geburtstag der Kirche am Gatherweg gefeiert. Am 15. und 16. September 2007 haben wir gemeinsam gespielt und gegessen, uns unterhalten und miteinander gebetet. Ein Rückblick mit Bildern.

Ein Jubiläum ist Anlass, auf Früheres zurückzuschauen und für morgen zu planen. Dank für die erlebten Jahre und Zuversicht auf zukünftig Gutes – diese Gedanken waren immer zu spüren bei unserem Gemeindefest. Bei strahlendem Sonnenwetter haben viele Gemeindemitglieder, Freunde und Gäste mitgefeiert.

Dafür, dass es von Anfang an so fröhlich war, haben die Kinder der Kindertagesstätte gesorgt. Mit bunten Federn und heiteren Stimmen spielten sie die "Vogelhochzeit" nach und dazu auch gleich die anderen Stationen eines Vogellebens. Die Kinder erzählten vom Balzen, vom Nestbau, dem Heranwachsen der Küken – und davon, wie schön das Leben ist.

Für die kleinen Künstler in ihrer großartigen Kulisse gab es begeisterten Beifall aus den Bänken der voll besetzten Kirche. Einstudiert hatten die Kinder das Musikstück von Rolf Zuckowski mit Frau Fett.

Nach diesem ersten Glanzpunkt wartete rund um die Lukaskirche nun der Markt der Möglichkeiten, auf dem sich die verschiedenen Gruppen der Gemeinde vorstellten. Ob Frauen- oder Männertreff, die Jugend oder der Frauenabendkreis, jeder hatte etwas vorbereitet. Die Diakonie etwa informierte über die Seniorenarbeit im Stadtbezirk und gab Beispiele zum Gedächtnistraining.

Eindrucksvoll war der Ausblick vom Turm der Lukaskirche: Die Häuser der Nachbarschaft, die Straßen von Lierenfeld und in der Ferne die Innenstadt boten eine imposante Kulisse. Werner Meutsch führte mehrere Besuchergruppen die Stufen den Turm hinauf, erklärte die fünf Glocken der Lukaskirche und ihr Zusammenspiel. Von dort oben kann man sehen, wie schön die gewölbte Decke der Lukaskirche ist – und ahnen, wie außerordentlich modern ihre Architektur vor 50 Jahren gewesen ist!

Im Kindergartenhof lockten viele Torten und Kuchen. Dort stand eine riesige Kaffeetafel, die von freundlichen Damen unter der Regie von Frau Skischally versorgt wurde. Dank zahlreicher Spenden in gebackener oder finanzieller Form konnten alle Besucher reichlich schlemmen – und das kostenlos! Eine schöne Einladung zum Zusammensitzen und Erzählen.

Für die Kinder öffnete sich im und hinter dem Kindergarten ein großes Spielparadies. Während die einen auf der Hüpfburg tobten, ließen sich andere schminken oder erkundeten – ohne Schuhe – einen sinnlichen Erlebnispark für die Füße. Aus allen Ecken tönte ein Lachen und Werkeln. Hier zeigte sich, dass Kindertagesstätte und Jugendarbeit das Fundament der Lukaskirche sind. Am Eingang zum Jugendkeller webten Kinder mit Pfarrerin Inga Bödeker einen Teppich aus buntem Krepp. Und eine Etage tiefer bauten andere aus alten Zeitungsrollen den Turm zu Babel nach.

Am späten Nachmittag begann in der Kirche der zweite Teil des Festprogramms. Mit Mäusekostümen und fröhlichen Stimmen auf der Bühne: die Sängerinnen und Sänger des Kinderchors. Die Mäuse hatten eine Mission: Sie sangen ein Loblied auf die Genüsse des Käses und befreiten, wie nebenbei, das Königreich Käsien, in dem Mozzarella, Rolli Harzer und Jogi Joghurt zu Hause sind. Anschließend plauderten vier Damen vom Frauenabendkreis in einem Sketch über ihre Erinnerungen und die "guten alten" Zeiten.

Mit Musik unter der Leitung von Ricarda Ochs ging es weiter. Der Just-for-Fun-Chor unternahm eine launige Zeitreise durch die Plattenkiste der letzten fünf Jahrzehnte. Zuerst wurde zum "Kriminaltango" das Tanzbein geschwungen, dann ging es "Ob-La-Di, Ob-La-Da" durch die 60er. "Thank you for the music" schallte es durch die Kirche, bevor "Völlig losgelöst" alle Besucher bei "Sing Halleluja" klatschten – und David Heidrich in den Rap-Passagen glänzte. Eine Zeitreise unternahm auch der Kirchenchor. Für eine muntere Gesangsstunde mussten Sängerinnen noch einmal die Schulbank drücken und Tonleitern pauken.

Ironie und Satire waren der Beitrag der Jugendgruppe. Mit Handpuppen, die markanten Personen der Gemeinde wie aus dem Gesicht geschnitten waren, inszenierten sie "einen ganz normalen Tag" aus dem Gemeindeleben. Für den Spott bekamen die Persiflierten später immerhin die Puppen überreicht.

Zum Abschluss des Bühnenprogramms gab es am Abend eine Modenschau mit ausgewählten Stücken aus der Kleiderkammer der Lukaskirche. Mode für sie und ihn, Bequemes für den Alltag, edle Abendgarderobe, sogar ein Brautkleid – der Kleiderladen hat ein breites Angebot. Die Hobbymodels gingen beschwingt über den Laufsteg und die Zuschauer hatten ihren Spaß.

Zu einer richtigen Feier gehört auch eine zünftige Party am Abend, zumal am Samstag. So war es auch beim Jubiläumsfest. Nach einer Stärkung mit Gulaschsuppe und Getränken wurde die Lukas-Party eröffnet. Die beliebten Bands "Black Out" und "Blue Sky" rockten den Gemeindesaal, bis der Tag zur Neige ging.

Am Sonntagmorgen war schließlich ein festlicher Gottesdienst der Höhepunkt des Gemeindefestes. Pfarrer Harry Heidrich sprach dabei das Leitmotiv des ganzen Jubiläumsfestes an: Dankbarkeit und Zuversicht. Einen wichtigen Auftritt hatte nun auch ein Bekannter aus den Kinder- und Schulgottesdiensten. Pfarrer Heidrich und "Esel Charly" predigten über das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32), das ebenso sehr eine Erzählung vom barmherzigen Vater ist. Auf der Kanzel der Lukaskirche ist die Geschichte vom verlorenen Sohn künstlerisch dargestellt.

In ein von Kirchenchor, Just-for-Fun- und Kinderchor gemeinsam vorgetragenes Lied mischte sich denn auch dankbare Freude über das gelungene Gemeindefest. Allen Helfern deshalb an dieser Stelle ein "Vergelt’s Gott!" – und allen Gästen die Einladung, heute und morgen am Leben der Lukaskirche teilzunehmen.

Susanne Schillberg

Tageslosung heute

Tageslosung

Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
(Daniel 9,17)

Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
(Epheser 2,20-22)

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