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 Gemeinde : Gemeindefeste : Ostern 2006

Emmaus – gemeinsam auf dem Weg

Fröhlich-bewegte Osterfeier 2006

Der Winter lag in den letzten Zügen. Die ersten Frühlingsblumen riskierten einen vorsichtigen Blick. Hoffnung lag in der Luft. Gemütliches Osterfrühstück, Eiersuchen mit den Kindern und Familienfest stand vor der Tür. Das ist die eine Seite von Ostern. Die andere ist die Besinnung auf das, was an Ostern eigentlich gefeiert wird: Die Auferstehung von Jesus Christus.

Wie es schon seit einigen Jahren Tradition in der Lukasgemeinde ist, wurde auch in diesem Jahr am Karsamstag der Beginn des Osterfestes mit einem Familiengottesdienst und anschließendem Osterfeuer gefeiert.

Auf dem Weg nach Emmaus – unter dieses Motto hatte unsere Pastorin Inga Bödeker den Gottesdienst gestellt. Im Mittelpunkt stand ein Schauspiel, das die Geschichte der Emmaus-Jünger aus dem Lukas-Evangelium (Lk 24, 13-35) erzählte:

Zwei Jünger Jesu sind traurig. Jesus ist von den Römern gekreuzigt worden. Dann begegnen sie auf ihrem Weg nach Emmaus einem Fremden, dem sie ihr Leid klagen. Den Nachrichten von der Auferstehung Jesu schenken die Jünger in ihrer Trauer keinen Glauben. Erst als der Fremde beim gemeinsamen Abendessen in der Kneipe von Emmaus das Brot segnet und bricht, wie Jesus es immer getan hat, sind sie davon überzeugt, dass der Fremde der auferstandene Jesus ist. Doch da ist der vermeintlich Fremde schon spurlos verschwunden. Die beiden Jünger fassen neuen Mut. Begeistert laufen sie nach Jerusalem zurück, um den anderen Jüngern davon zu erzählen.

Besonders die Kinder schauten dem Theaterspiel gespannt zu. Die biblische Passage erhielt durch die schauspielerische Umsetzung etwas Unmittelbares, etwas Berührendes. Und sie kam dem zweifelnden modernen Menschen nahe. Nicht nur die Kinder konnten lernen: Gott hat Jesus nicht im Tod gelassen und Jesus lässt auch uns nicht allein, ob wir fröhlich oder traurig sind.

Das kurze Schauspiel war mitten in der Gemeinde entstanden: Ein Kindergarten-Vater hatte das Stück geschrieben und einstudiert. Zwei andere Kindergarten-Väter und ein Schüler aus der Gemeinde spielten Jesus und die beiden Jünger, drei Kindergarten-Mädchen die Bedienung in der kleinen Kneipe von Emmaus. Ein pensionierter Schlosser aus der Gemeinde hatte die Kulisse gezimmert, die wiederum von 10 Kindergarten-Kindern als Wände der Kneipe in Emmaus bemalt wurde. Ohne die Mithilfe von zwei weiteren Vätern hätte die Lautsprecher-Anlage nicht funktioniert. Darüber hinaus waren rund 20 Kindergarten-Kinder aktiv am Gottesdienst beteiligt. Sie haben Lieder vorgetragen sowie Brot und Weintrauben an die Gemeinde verteilt. Und mittendrin immer wieder Inga Bödeker, die Frau für alles und jeden.

Nach dem Gottesdienst trafen sich Groß und Klein, Jung und Alt im Hof des Kindergartens, wo uns neben Getränken frisch Gegrilltes und ein reichhaltiges Salatbuffet erwartete. Viele fleißige Hände (rund 25 Kindergarten-Mütter) hatten alles bestens vorbereitet und den Verkauf von Speis und Trank gemanagt.

Mit Spielen für die Kinder sowie vielen angeregten und anregenden Gesprächen rund um ein munter flackerndes Osterfeuer wurde es ein gelungener Abend. Der Hausmeister war gegen 22 Uhr der Letzte, der den aufgeräumten Platz verließ. Kein Zweifel: Ostern hatte gut angefangen.

Hildegard Gorny

 

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